200 g Mehl
200 g Zucker
2 TL Backpulver
40 g Kakao
175 g Butter
2 Eier
1 Päcken Vanillezucker und
150 g saure Sahne per Handrührgerät oder Küchenmaschine zu einem geschmeidigen TeigEine Springform mit 20 cm Durchmesser oder einen auf diese Größe eingestellten Tortenring mit Backpapier auskleiden. Da englische Kuchen ja typischerweise kleiner aber dafür höher sind, ist es praktisch, wenn man das Backpapier für die "Randverkleidung" ca. 5 bis 10 cm höher zuschneidet, damit es den Teig ggf. in Form hält, wenn er höher als das deutsche Normmaß aufgehen sollte. Der Kuchen kommt bei 180 °C für ca. 35 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Man sollte aber 10 Minuten vorher schon mal mit der Hölzchen-Probe beginnen. Falls kein Teig mehr hängen bleibt, darf der Kuchen auch schon früher raus. Er wird kopfüber auf ein Kuchengitter gestürzt, damit nachher beim "Verspachteln" die grade und glatte Seite oben ist. Nach ca. 5 bis 10 Minuten die Form entfernen und schön auskühlen lassen. In der Zeit kann man die Glasur vorbereiten:
verarbeiten.
75 g Butter und
175 g gute, dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen und glattrühren
300 g Puderzucker (Ja, ich weiß, das ist ein ganzes Päckchen – ich möchte nicht darüber sprechen!)
125 g saure Sahne (die rettet unsere Figur jetzt auch nicht mehr...) sowie
1 Päckchen Vanillezucker zu einer geschmeidigen Glasur ohne (!) Klümpchen verrühren.
Das ist echt anstrengend und ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich empfehlen: Nehmt das Handrührgerät oder eine unbezahlte Küchenhilfe, aber nicht den Schneebesen! Den ausgekühlten Kuchen halbieren und die Oberseite vorsichtig abheben. Dabei hilft zum Beispiel die Bodenplatte einer Springform oder etwas ähnlich glattes und flaches: Es handelt sich ja hier um einen beinahe ordinären Rührteig und nicht um Bisquit, was bedeutet, das der Teig eher bröselt und bricht.Die Unterseite bestreiche ich (wie Mama und nicht wie Nigella) erst einmal mit Orangenmarmelade und anschließend mit einem Drittel der Schokomasse. Dann kommt die Tortenoberseite zurück an Ort und Stelle und wird vorsichtig angedrückt. Ein weiteres Drittel der Glasur wird jetzt lässig (englisch – nicht deutsch) auf der Oberfläche verteilt und das letzte Drittel wird rundherum verspachtelt. Hier ist der Kuchen dann auch endlich kein Kinderspiel mehr: Die Glasur ist zu diesem Zeitpunkt noch recht weich und der Kuchen mit seiner Füllung ziemlich beweglich... Good luck!
Wer, wie ich gestern, vorhat, den Kuchen zu transportieren, sollte ihm eine Stunde Zeit geben. Die Glasur wird dann fester (Glücklicherweise ist da Puderzucker drin...) und die Torte bekommt eine weit mehr vertrauenerweckende Konstitution. Ich hätte mir eigentlich richtig kitschige Zuckerblüten für die Dekoration gewünscht, dann aber aus der Not eine geschmackliche Tugend gemacht und mit echten Rosenblättern garniert. Das ist für Augen, Nase und Mund ein echtes Highlight. Wer diesem Beispiel folgen möchte, dem sei gesagt: Englische Rosen – nicht Edelrosen. Nicht (nur) wegen des Prinzips, sondern tatsächlich aus Gründen der Essbarkeit.
Blendet alle Gedanken die mit gesunder Ernährung, der Figur und der Frage "Habe ich da was am Mundwinkel?" zu tun haben einfach aus – Enjoy!

