Gestern war Halloween und für meinen Cousin ist das so eine Art Nationalfeiertag... Weil seine Verlobte und er ihren Besuch angekündigt hatten, war diese Kürbissuppe quasi eine Pflichtübung. Ich koche sie seit Jahren auf diese Art, weil ich finde, dass orientalische Gewürze einem Kürbis wesentlich mehr schmeicheln, als die deutsche Küche...
800 g Hokaido-Kürbis entkernt und in gleich große Stücke geschnitten (ich nehme immer Hokkaido, weil die Farbe sensationell ist und man ihn NICHT schälen muss!) in
1 l Wasser mit
1 Zwiebel gewürfelt
3 Tl Hühnerbrühe und
1 rote Chilli mindestens 40 Minuten gar kochen. Weich wird der Kürbis schneller, allerdings setzen sich Flüssigkeit und Fruchtfleisch nach dem pürieren der Suppe schnell voneinander ab, wenn der Kürbis nicht richtig ordentlich durchgekocht wurde. Ich rate daher den Topf ruhig für ein Stündchen auf dem Herd bei kleiner Flamme zu vergessen und die Suppe dann mit einem Pürierstab zu bearbeiten.
Anschließend mit
1 Tl Curry (wenn möglich keine oppulente Madras-Mischung, sondern lieber eine schärfere, helle Thai-Mischung)
1/2 Tl gemahlener Coriander
1 Tl gemahlener Kreuzkümmel
Saft einer 1/2 Zitrone und
Salz abschmecken
Vor dem Servieren kann man Topf oder Teller noch mal mit einem Schlenker Sahne beglücken – sieht schön aus, muss aber nicht sein.
Enjoy!
... ist eigentlich gar nicht ihrer, sondern der ihrer Nachbarin. Macht aber nix, er ist einfach und doch genial und, wie ich finde, das Beste, was man aus Birnen und Kuchen machen kann! Für eine normal große Springform macht man zuerst einen Rührteig:
125 g Butter mit
125 g Zucker und
2 Eier glatt rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann
250 g Mehl mit
1/2 Päckchen Backpulver vermischt
1 Priese Salz und
100 ml Milch zu einem hübschen, geschmeidigen Teig verrühren, der, so würde es jetzt in den alten Schulkochbüchern meiner Mutter heißen, "zäh vom Löffel reißt". Tja. Mag komisch klingen, ist aber richtig. Diesen Teig also in die gefettete und bebröselte (entweder mit Mehl, Semmelbröseln oder, wie meine Oma das gemacht hat, mit Gries) Springform füllen und etwas glatt streichen.
1 kg reife Birnen schälen, entkernen und je nach Größe halbiert (reicht bei den meisten Birnen vom Baum) oder geviertelt (bei den Trümmern aus dem Supermarkt) gleichmäßig dicht auf dem Teig verteilen. Anschließend bei 180 °C für 30 bis 45 Minuten backen. Die Zeit ist immer abhängig davon, wie saftig die Birnen so sind, aber mit dem Hölzchentest findet man leicht heraus, wann der Teig "durch" ist. Jetzt kommt der Clou - bisher ist es ja bloß ein ganz ordinärer Kuchen: Der noch warme Kuchen wird mit
mindestens (!) 3 El Cognac getränkt und sofort (!) mit einer Glasur aus
1/2 Tafel dunklen Schokolade und
2 El Butter, beides im Wassermann geschmolzener und glatt gerührt, "versiegelt" - damit auch nichts von dem guten Geist verloren geht...
Enjoy!
Das sagenhaft schöne Herbstwetter schreit ja geradezu nach einem guten Pilzrisotto. In der Oktoberausgabe der "Lust auf Genuss" habe ich auch prompt eine verlockende Version gefunden, die mir allerdings unnötig kompliziert schien. Hier ist meine Variante, die für zwei bis drei Personen reicht, je nach Hunger...
1 Zwiebel klein gehackt
1 Knoblauchzehe ebenfalls klein gehackt
250 g geputzte Pfifferlinge (die ganz großen Kameraden evtl. halbieren) in
2 El Olivenöl ca. 5 Minuten anbraten.
250 g Risotto-Reis mit in die Pfanne geben und ca. 5 Minuten weiter braten, dann mit
einem Schuss Sojasoße und
150 ml Weißwein ablöschen und nach und nach mit
750 ml Gemüsebrühe angießen, bis der Reis nach 20 bis 30 Minuten keine weitere Flüssigkeit mehr aufnimmt und das Risotto eine hübsch cremig-schleimige Konsistenz hat. Etwa 10 Minuten vor Schluss1 Hand voll getrockneter Aprikosen klein gewürfelt,
30 g Parmesan und
2 El Salbei gehackt unterrühren und mit
Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken.
Bei meinem London-Trip am vergangenen Wochenende war ich wieder einmal umgeben von riesigen, nahezu perfekten Cookies. Klar sind die nach amerikanischem Vorbild gebacken – da mache ich mir gar nichts vor – aber die USA eignen sich nun mal nicht für einen Kurztrip und so reichte London, um mich in den Wahnsinn zu treiben mit der Frage: Wie machen die das nur? Ich habe also unzählige Rezepte verquirlt, die Quersumme gebildet und daraus die Wurzel gezogen... das Ergebnis ist dieses Rezept, mit dem ich schon ziemlich zufrieden bin (abgesehen davon, dass ich sie doch noch zu lange gebacken habe. Hier im Rezept habe ich die Backzeit schon verkürzt... Versuch macht kluch!) Diese Menge hier reicht für ein Blech. Ich setze darauf fünf gigantische the-bigger-the-better-Teigbatzen, um so mehr hat man pro Cookie von diesem weichen chewy-Anteil, der einen Cookie zum Cookie macht (unter anderem).
100 g Butter mit
1/2 Tl Salz
125 g Zucker (der darf auch gerne zur Hälfte braun sein)
1 Pk Vanillezucker und
1 Ei mixen, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann
140 g Mehl mit
1 gehäuften Tl Natron (NIEMALS Backpulver!) und
3-4 El Kakao mischen und zu einem Teig verrühren. Anschließend noch
100 g wirklich dunkle Schokolade (z.B. 75%) groß hacken und unterrühren.
Mit größtmöglichem Abstand z.B. fünf Teigbatzen (einfach aufhäufen, nicht plattdrücken) auf dem Backblech verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 12 Minuten backen. Wenn die Cookies aus dem Ofen kommen müssen sie noch ziemlich weich sein! Noch fünf Minuten auf dem Blech ausruhen lassen und dann vorsichtig und besonders liebevoll auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Enjoy!