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21. September 2011

Crespelle mit Tomaten- Paprika- Füllung

Was für ein Stress! Unglaublich, dass ich mit meinen Beiträgen so hinterher bin! Apropos Stress, mein letztes tgif-Essen ist gut bei und gegen Stress: Es lässt sich gut vorbereiten, schmeckt fein und Gorgonzola spielt auch noch eine Rolle...


Als erstes habe ich den Pfannkuchenteig vorbereitet. Und zwar schon morgens beim Aufstehen, das ging ganz fix und der Teig hatte bis zum Abend genügend Zeit aus zu quellen und ließ sich super verarbeiten.
Für 3 (wie immer hungrige) Mäuler braucht man:
3 Eier
125 ml Milch
125 g Mehl
1 Prise Salz zu einem glatten Teig verarbeiten und ausreichend quellen lassen. Anschließend in einer kleinen Pfanne zu Pfannkuchen mit ca. 2 bis 3 mm Dicke ausbacken. Parallel (oder wie immer man Zeit und Lust hat) kann man die Füllung zubereiten. Dazu
2 Knoblauchzehen gehackt und
1 rote Zwiebel gehackt  in
1 El Olivenöl bei mittlerer Hitze weich braten, anschließend
8 große Eiertomaten in Würfeln (Flaschentomaten heißen die wohl auch, auf jeden Fall eine Sorte mit wenig Kernen und Glibber)
3 spitze rote Paprika in Würfeln
1 Bund Lauchzwiebeln in Ringeln 
1 großzügiger Schlenker guter Balsamico 
schwarzer Pfeffer
1 Chillie sehr (!) klein gehackt 
1 Lorbeerblatt
1 El Zucker und
1 Tl Salz zu einer dicklichen Soße ohne viel Flüssigkeit einkochen lassen und am Ende
3 El gehackten Salbei untermischen und noch mal abschmecken.
Eine Auflaufform fetten und die Pfannkuchen mit jeweils 1 bis 2 Esslöffeln Soße bestreichen, aufrollen und hübsch eng in der Form verstauen. Am Ende die restliche Soße auf der Oberfläche verteilen und mit
125 g Gorgonzola (mehr oder weniger nach Belieben) bestreuen und bei 200° C etwa 20 Minuten überbacken. Enjoy!

4. September 2011

Kürbis- Makkaroni- Auflauf

Der tgif-Club feierte den ersten Kürbis der Saison (aus eigenem Anbau!) mit einem Jamie-Oliver-Remake.
Remake, weil es einfach nicht immer ein Pfund Butter Oder Mascarpone sein muss... (Ach, halt die Klappe Jamie!). Wir haben zu dritt gegessen, was eigentlich auch für vier reichen würde:
1 kleiner bis mittlerer Hokkaido (der hat so eine tolle Farbe und muss nicht geschält werden) gewaschen, entkernt und in handliche Stücke geschnitten (ca. 4-5 cm) mit
100 ml Wasser
3 Knoblauchzehen
Salz, schwarzer Pfeffer
1 Chillieschote und
etwas Zimt ca. 20 bis 30 Minuten weich köcheln lassen und anschließend pürieren, etwas abkühlen lassen und dann
1 Becher saure Sahne,
50 g geriebener Parmesan und
250 ml Milch unterrühren, noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.500 g kurze Makkaroni in der Zwischenzeit gar kochen, die Kürbismischung unterziehen und in eine gefettete Auflaufform geben.
125 g Schinkenwürfel in einer trockenen Pfanne anbraten
2-3 Scheiben Toast, Weiß- oder Graubrot (altbackenes Brot ist herzlich willkommen!) klein bröseln, mit
3-4 Esslöffeln gehacktem Salbei, oder Rosmarin, oder die beiden gemischt mit dem Schinken knusprig braten und gleichmäßig über die Makkaroni verteilen. Zum Abschluss noch mal ein 
paar El Parmesan darüber streuen uns bei 200° C ca. 20 Minuten überbacken. Einfach göttlich und sorgt für tadellose Herbst-Vorfreude! Enjoy!
Wer sich wirklich bemüht, kann hier schemenhaft die Auflaufform und etwas Makkaroni erkennen.
Ganz deutlich wird aber mal, wie ungewöhnlich romantisch und gemütlich so ein tgi-friday im Abendrot
auf der Terrasse mit einem kühlen Glas Bardolino Chiaretto so ist! Der Wein ist aber auch wirklich zum
Verlieben – Mr. Reichlich und Mr. Veggie haben ihn von hier: http://www.cantinagorgo.com/deu/index.htm mitgebracht.

28. August 2011

Nigellas Chocolate Cake

Diese Schokoladentorte der göttlichen Nigella Lawson – Modell "denk einfach gar nicht darüber nach" – wollte ich schon immer mal backen. Als gestern mein Cousin und seine Verlobte die Einweihung ihrer neuen Büroräume gefeiert haben, gab es endlich einen würdigen Anlass und genügend Gäste, damit jeder nur ein Stück bekommt (was garantieren sollte, dass nachher niemand aus gesundheitlichen Gründe kollabiert). Tatsächlich ist der Teig ein absolutes Kinderspiel:
200 g Mehl
200 g Zucker
2 TL Backpulver
40 g Kakao
175 g Butter
2 Eier
1 Päcken Vanillezucker und
150 g saure Sahne per Handrührgerät oder Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig
verarbeiten.
Eine Springform mit 20 cm Durchmesser oder einen auf diese Größe eingestellten Tortenring mit Backpapier auskleiden. Da englische Kuchen ja typischerweise kleiner aber dafür höher sind, ist es praktisch, wenn man das Backpapier für die "Randverkleidung" ca. 5 bis 10 cm höher zuschneidet, damit es den Teig ggf. in Form hält, wenn er höher als das deutsche Normmaß aufgehen sollte. Der Kuchen kommt bei 180 °C für ca. 35 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Man sollte aber 10 Minuten vorher schon mal mit der Hölzchen-Probe beginnen. Falls kein Teig mehr hängen bleibt, darf der Kuchen auch schon früher raus. Er wird kopfüber auf ein Kuchengitter gestürzt, damit nachher beim "Verspachteln" die grade und glatte Seite oben ist. Nach ca. 5 bis 10 Minuten die Form entfernen und schön auskühlen lassen. In der Zeit kann man die Glasur vorbereiten:
75 g Butter und
175 g gute, dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen und glattrühren
300 g Puderzucker (Ja, ich weiß, das ist ein ganzes Päckchen – ich möchte nicht darüber sprechen!)
125 g saure Sahne (die rettet unsere Figur jetzt auch nicht mehr...) sowie
1 Päckchen Vanillezucker zu einer geschmeidigen Glasur ohne (!) Klümpchen verrühren. 
Das ist echt anstrengend und ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich empfehlen: Nehmt das Handrührgerät oder eine unbezahlte Küchenhilfe, aber nicht den Schneebesen! Den ausgekühlten Kuchen halbieren und die Oberseite vorsichtig abheben. Dabei hilft zum Beispiel die Bodenplatte einer Springform oder etwas ähnlich glattes und flaches: Es handelt sich ja hier um einen beinahe ordinären Rührteig  und nicht um Bisquit, was bedeutet, das der Teig eher bröselt und bricht.
Die Unterseite bestreiche ich (wie Mama und nicht wie Nigella) erst einmal mit Orangenmarmelade und anschließend mit einem Drittel der Schokomasse. Dann kommt die Tortenoberseite zurück an Ort und Stelle und wird vorsichtig angedrückt. Ein weiteres Drittel der Glasur wird jetzt lässig (englisch – nicht deutsch) auf der Oberfläche verteilt und das letzte Drittel wird rundherum verspachtelt. Hier ist der Kuchen dann auch endlich kein Kinderspiel mehr: Die Glasur ist zu diesem Zeitpunkt noch recht weich und der Kuchen mit seiner Füllung ziemlich beweglich... Good luck!
Wer, wie ich gestern, vorhat, den Kuchen zu transportieren, sollte ihm eine Stunde Zeit geben. Die Glasur wird dann fester (Glücklicherweise ist da Puderzucker drin...) und die Torte bekommt eine weit mehr vertrauenerweckende Konstitution. Ich hätte mir eigentlich richtig kitschige Zuckerblüten für die Dekoration gewünscht, dann aber aus der Not eine geschmackliche Tugend gemacht und mit echten Rosenblättern garniert. Das ist für Augen, Nase und Mund ein echtes Highlight. Wer diesem Beispiel folgen möchte, dem sei gesagt: Englische Rosen – nicht Edelrosen. Nicht (nur) wegen des Prinzips, sondern tatsächlich aus Gründen der Essbarkeit. 
Blendet alle Gedanken die mit gesunder Ernährung, der Figur und der Frage "Habe ich da was am Mundwinkel?" zu tun haben einfach aus – Enjoy!