Mein Broccoli schrie dringend nach Vertilgung und gedanklich hatte ich schon länger mit ätzend-trocken und missratenen Nudelaufläufen zu tun, da kam mir heute auf dem Heimweg dieser Asia-Gedanke – geschmacklich kann man ja ein bißchen Pepp gebrauchen, wo es jetzt so furchtbar früh dunkel wird!
Ich habe also Folgendes probiert und für tauglich erachtet (taugen tut es in dieser Menge übrigens als Hauptgericht für eine Person oder als Beilage, vielleicht mit Wok-Nudeln oder einem hübsches Fisch?, für Zwei):
1 kleiner Broccoli in Röschen zerteilen und in leicht gesalzenem Wasser ca. 5 Minuten blanchieren. In der Zwischenzeit
1/2 Tasse (kein Becher!) Sojasoße mit
1 bis 2 Tl Honig in eine große Pfanne geben, dazu
2 cm frischer Ingwer in kleinen Stiften
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 rote Chilli in dünnen Ringeln solange das Wasser braucht um heiß zu werden und bis der Broccoli fertig blanchiert ist bei mittlerer Hitze reduzieren lassen. Anschließend den Broccoli abgießen und mit in die Pfanne geben. Gut mit der Soße vermischen und zum krönenden Abschluss mit
1 kleinen Hand voll zerstoßener Erdnüsse bestreuen.
Mann, mann, mann! Wenn nach 15 Minuten das Essen auf dem Tisch steht, kann sich doch echt niemand beklagen, oder? Enjoy!
Gestern war Halloween und für meinen Cousin ist das so eine Art Nationalfeiertag... Weil seine Verlobte und er ihren Besuch angekündigt hatten, war diese Kürbissuppe quasi eine Pflichtübung. Ich koche sie seit Jahren auf diese Art, weil ich finde, dass orientalische Gewürze einem Kürbis wesentlich mehr schmeicheln, als die deutsche Küche...
800 g Hokaido-Kürbis entkernt und in gleich große Stücke geschnitten (ich nehme immer Hokkaido, weil die Farbe sensationell ist und man ihn NICHT schälen muss!) in
1 l Wasser mit
1 Zwiebel gewürfelt
3 Tl Hühnerbrühe und
1 rote Chilli mindestens 40 Minuten gar kochen. Weich wird der Kürbis schneller, allerdings setzen sich Flüssigkeit und Fruchtfleisch nach dem pürieren der Suppe schnell voneinander ab, wenn der Kürbis nicht richtig ordentlich durchgekocht wurde. Ich rate daher den Topf ruhig für ein Stündchen auf dem Herd bei kleiner Flamme zu vergessen und die Suppe dann mit einem Pürierstab zu bearbeiten.
Anschließend mit
1 Tl Curry (wenn möglich keine oppulente Madras-Mischung, sondern lieber eine schärfere, helle Thai-Mischung)
1/2 Tl gemahlener Coriander
1 Tl gemahlener Kreuzkümmel
Saft einer 1/2 Zitrone und
Salz abschmecken
Vor dem Servieren kann man Topf oder Teller noch mal mit einem Schlenker Sahne beglücken – sieht schön aus, muss aber nicht sein.
Enjoy!
... ist eigentlich gar nicht ihrer, sondern der ihrer Nachbarin. Macht aber nix, er ist einfach und doch genial und, wie ich finde, das Beste, was man aus Birnen und Kuchen machen kann! Für eine normal große Springform macht man zuerst einen Rührteig:
125 g Butter mit
125 g Zucker und
2 Eier glatt rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann
250 g Mehl mit
1/2 Päckchen Backpulver vermischt
1 Priese Salz und
100 ml Milch zu einem hübschen, geschmeidigen Teig verrühren, der, so würde es jetzt in den alten Schulkochbüchern meiner Mutter heißen, "zäh vom Löffel reißt". Tja. Mag komisch klingen, ist aber richtig. Diesen Teig also in die gefettete und bebröselte (entweder mit Mehl, Semmelbröseln oder, wie meine Oma das gemacht hat, mit Gries) Springform füllen und etwas glatt streichen.
1 kg reife Birnen schälen, entkernen und je nach Größe halbiert (reicht bei den meisten Birnen vom Baum) oder geviertelt (bei den Trümmern aus dem Supermarkt) gleichmäßig dicht auf dem Teig verteilen. Anschließend bei 180 °C für 30 bis 45 Minuten backen. Die Zeit ist immer abhängig davon, wie saftig die Birnen so sind, aber mit dem Hölzchentest findet man leicht heraus, wann der Teig "durch" ist. Jetzt kommt der Clou - bisher ist es ja bloß ein ganz ordinärer Kuchen: Der noch warme Kuchen wird mit
mindestens (!) 3 El Cognac getränkt und sofort (!) mit einer Glasur aus
1/2 Tafel dunklen Schokolade und
2 El Butter, beides im Wassermann geschmolzener und glatt gerührt, "versiegelt" - damit auch nichts von dem guten Geist verloren geht...
Enjoy!