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24. Juli 2011

Monkeybread – Glück ist backbar!

Leute, Leute dieses Rezept verfolgt mich in meinen Tagträumen, seit ich es vor ca. 2 Wochen in diesem tollen Blog gelesen habe: http://katharinakochtsichumdiewelt.blogspot.com/2011/04/monkey-bread-oder-karamell-gewordener.html
Tja, und heute? Schau sich mal jemand dieses formidable Herbstwetter an... mitten im Juli! Also ga es für mich kein zurück. Seit dem Aufwachen war mir klar, dass heute ein Coach-Tag wird, den man ohne schlechtes Gewissen als solchen geniessen kann. Nichts lag also näher, als endlich dieses vielversprechende Rezept zu testen!
Obwohl ich als Single-Portion ohnehin nur ein 1/4-Rezept geplant hatte (es schien mir absolut sinnvoll, die Portion so übersichtlich zu halten, dass man sie auf jeden Fall warm kosten kann) hat mir die Verwirklichung dieses Traumes dann doch noch mal einiges abverlangt: Die Butter musste ich bei meinen Nachbarn pumpen und für die Hälfte Mehl bin ich noch ein paar Kilometer gefahren, um sie meinen Eltern aus dem Kreuz zu leiern...
Doch was soll ich sagen? Es war die Mühe 100 mal wert! Und es kam noch besser: Nicht nur hat dieses Rezept alle Vorstellungen übertroffen, nein, den Gipfel der fauler-Sonntag-Dekadenz habe ich erklommen, als ich feststellen musste, dass der leichte Rotwein mit dem Blümchen-Aroma (den ich aufgemacht hatte um fest zu stellen, oder er evtl. heute Abend zur Pasta passen könnte) das Ganze noch krönt... Am Nachmittag! Das muss man sich mal vorstellen. Lächerlich, unverantwortlich, verdorben, unbeherrscht, schlampig! Es war wunderbar! Ihr müsst es unbedingt auch backen! Nehmt für eine richtige Kuchenform den Link oben. Für alle, die klein anfangen möchten, schreibe ich hier noch mal meine Viertel-Version auf:
Vor dem Backen
150 g Mehl mit einer Messerspitze Salz mischen
70 ml Milch, 15 g Zucker und 1 El Butter erwärmen und
1/4 Würfel Hefe darin auflösen
anschließend gut mit dem Mehl zu einem geschmeidigen Teig verkneten und 30 min. ruhen lassen.
In der Zwischenzeit eine kleinere Backform einfetten und

50 g braunen Zucker mit 1/2 Tl Zimt mischen und
30 g Butter schmelzen 
Nach dem Backen




Den Teig anschließend in etwa Tischtennisball-große Kugel formen, mit Butter bepinseln, im Zimt-Zucker rollen und in die Form tuffen (damit meine ich, dass man spätesten die zweite Lage etwas festdrücken sollte, das Zeug geht noch mal enorm auf und die Dinger könnten beim Backen aus der Form hüpfen...nicht schön!).
Während der Teig in der Form noch mal für 30 min geht den Ofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen und dann für 20 bis 25 min backen. Dann 5 Minuten in der Form auskühlen lassen und stürzen, weil sonst der Karamell an der Form kleben bleibt. Danke Katharina, der Hinweis war Gold wert!
Wer das jetzt abkühlen lassen kann: Bitte... ich habe es sofort essen müssen und sage: Mama hat gelogen, das macht keine Bauchschmerzen, nur glücklich! In diesem Sinne...





23. Juli 2011

Joghurt-Huhn – Greetings From India!

Starten wir doch mit einer Extra-Wurst: Der gestrige tgi-Friday fand nicht in seiner gewohnten Form statt, denn es galt Mr Veggies Geburtstag zu feiern und wir waren unterwegs...

Weil mich heute in aller Frühe der Putzwahn aus den Federn getrieben hat und ich mich um 9 Uhr bei einer Tasse Kaffe und Pancakes schon den sagenhaften Glanz meiner (und zwar alle!) frisch geputzter Fenster spiegeln konnte, habe ich mir gedacht: Tapferkeit und Mut gehören belohnt! Da bin ich altmodisch. Deshalb gibt es heute Abend ganz speziell für mich (und weil es so verdammt gut zu dem Bollywood-Schmachtfetzen im Programm passt) eines meiner liebsten indischen Hühnchengerichte. Die Menge sollte für 3 Leute mit normalem Appetit reichen... aber wer hat den schon? Ich rühre eine Marinade aus:
Die Marinade
einem Becher Joghurt (darf Magerjoghurt sein) lasse aber so ca. 2 El im Becher 
3 grünen Chilli in Ringen (scharf mag ich!)
3 cm klein gehacktem Ingwer
3 klein gehackten Knoblauchzehen und
1 Tl Salz
500 g Hühnchenbrust werden dann gevierteilt und gehen darin baden. Für mindestens eine Stunde.
    In der Zwischenzeit lässt sich der Rest vorbereiten:
    ein paar Stängel frischer Koriander klein schneiden, der kommt nachher übers Fleisch
    Hm... Man könnte mir hier zu Recht vorwerfen, dass das Gericht etwas Gesundes vermissen lässt. Deshalb gibt es zur Beilage Salat (was sich grade auftreiben lässt) mit einer Joghurtsoße. Heute werden es bei mir Gurken- und Melonenstücke sein. Die Netzmelone muss dringend weg und mir scheint, die beiden könnten sich gut verstehen...
    den Joghurt-Rest mit etwas Zitronensaft, Salz, etwas Zucker und gehackter Minze verrühren
    Langsam bekomme ich Hunger, deshalb wird jetzt gekocht! 
    1 El Öl und
    1 El süßes Paprikapulver
      in der Pfanne 1-2 Minutenbei mittlerer Hitze zu einer Paste rühren, dann kommt das marinierte Fleisch dazu und gart ca. 20 Minuten. Der Joghurt sorgt dafür, das die Stücke unglaublich zart und saftig sind. Kurz vor dem Servieren noch mal abschmecken (Salz?) und dann mit dem gehackten Koriander bestreuen.
      Dazu passt Bier und natürlich das obligatorische Naan-Brot, dass es heute, weil ich schließlich schon Fenster geputzt habe (und zwar alle!), aus einem G'schäfterl und aufgebacken gibt.


      Gönnt euch bald diese Geschmacksexplosion und habt alle einen schönen Abend!